Meine Kompositionen

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Es vollzog sich langsam. Ohne Plan. Geahnt hatte ich es schon als Jugendlicher. Als fertig ausgebildeter Musiker war es mir nicht klar. Überlagert von anderslautenden Mindsets, wollte es ans Licht, strebte leise aber doch hörbar ins Bewusstsein: Ich bin jemand, dem neue Musik zufliegt. Es fing an mit kurzen und irgendwie speziellen Stücken. Zu einigen gibt es interessante und verrückte Geschichten.
 
Zum Beispiel „Hello Thomas“:
 
Als ich mit 17 Jahren bereits in Köln lebte, hatte ich einen Ohrwurm. Wochenlang turnte ein flottes Liedchen in meinen Gehörgängen. Wieder und wieder lenkte es mich von der Musik ab, die ich damals studierte. Irgendwann war es wieder weg.
 
Etwa 25 Jahre später, auf dem Weg zu einer Bandprobe, kam mir das kleine Lied von damals wieder in den Sinn. Ein volles Vierteljahrhundert nach seiner ersten Erscheinung! Zugleich hatte ich das sehr eigenartige, fast körperliche Gefühl einer Begegnung mit mir selbst als 17-jährigem. Deshalb nannte ich das Stück „Hello Thomas“. Ich setzte ein Blues-Schema darunter, und fertig war der neue Klavierstunden-Hit.

Anscheinend gibt es einen Ort, an dem sich alles befindet, was jemals war. Zu Glück haben wir nur selten und nie umfassend Zugang. Wie ginge es uns wohl, wenn auf alles, was jemals war, ständig uneingeschränkten Zugriff hätten …?!

Das „Chinesenlied“ ist auch so eine Geschichte.

Es entstand zufällig und aus dem Moment heraus, durch ein Au-pair-Mädchen, das bei uns lebte. Immer wieder war sie um den Flügel im Wohnzimmer herumgeschlichen. Endlich sagte sie: Sie würde so gerne selbst Klavier spielen. Es sollte aber ohne Mühe und ohne extra Üben sein. Während ich den Flügeldeckel öffnete, kam mir die Idee zu einem Lied. Ich zeigte es ihr, und bereits nach fünf Minuten konnte sie es spielen.

Sie war die erste von ungezählten Schülerinnen und Schülern, die mit dem Chinesenlied die ersten Schritte auf dem Klavier unternahmen und ihren Spaß hatten.

Das Ur-Chinesenlied besteht nur auf der kurzen Melodie mit der Begleitung. Bei den beiden Aufnahmen sind vorher ein paar Takte Intro zu hören. Unendlich viele Variationen und Abwandlungen sind möglich. Einige von ihnen stehen in den Noten. Dazwischen ist Platz zum Improvisieren. Viel Spaß!

Als gesungenes Lied heißt das Chinesenlied „Einzweidreifünfvier“. Schaut mal hier das Video:

Ein anderer Hit meiner Ohrwurmfarm ist „Achso“:

Die Noten für „Achso“ gibt es in gedruckter Form als Download (Notenpaket mit „Achso“ und „Achso latin“).

Gerne dürft ihr die Aufnahmen und Noten verwenden und teilen. Ich freue mich über Eure Berichte und Erfahrungen. Hier könnt ihr schreiben und Bilder, Tonaufnahmen und Filme hochladen.